Zitat von Erasmus von Rotterdam über „Verrückte finden Verrückte“
Je weniger Talent sie haben, desto größer ist ihr Stolz, ihre Eitelkeit und ihre Arroganz.
Erasmus von Rotterdam (1466-1537)
All diese Verrückten finden jedoch andere Verrückte, die ihnen applaudieren.
niederländischer Universalgelehrter: Theologe, Philosoph, Philologe, Priester, Autor und Herausgeber von 444 Büchern und Schriften
https://de.wikipedia.org/wiki/Erasmus_von_Rotterdam
Erasmus war ein niederländischer Gelehrter, Theologe und einer der bedeutendsten Wegbereiter der europäischen Aufklärung. Er galt als „Fürst der Humanisten“ und war ein wahrer Kosmopolit, der in Paris, Löwen, Cambridge und Basel lebte und arbeitete.
Das Leben: Ein Wanderer zwischen den Welten
Herkunft: Geboren als unehelicher Sohn eines Priesters, trat er früh in ein Kloster ein, wurde dort aber nicht glücklich. Er ließ sich vom Ordensleben entbinden, um als freier Gelehrter zu reisen.
Netzwerker: Er korrespondierte mit fast allen Größen seiner Zeit – von Thomas Morus bis hin zu Kaisern und Päpsten.
Neutralität: In der Zeit der Reformation weigerte er sich, klar Partei für Luther oder die katholische Kirche zu ergreifen. Er wollte Reformen von innen, keinen Bruch.
Das Schaffen: Federkiel als Waffe
Erasmus war überzeugt, dass Bildung und ein Rückgriff auf die antiken Quellen die Gesellschaft verbessern könnten.
Das Lob der Torheit (Moriae encomium): Sein berühmtestes Werk. Eine satirische Glanzleistung, in der er die Korruption der Kirche und die Engstirnigkeit der Menschen verspottet.
Das Neue Testament: Er veröffentlichte die erste gedruckte Version des griechischen Neuen Testaments (Novum Instrumentum omne). Damit legte er – ungewollt – das Fundament für Luthers Bibelübersetzung.
Pazifismus: In Schriften wie Die Klage des Friedens argumentierte er leidenschaftlich gegen den Krieg und für christliche Toleranz.
Sein Erbe: Warum er heute noch wichtig ist
Erasmus gilt als geistiger Vater des europäischen Gedankens. Er setzte auf Dialog statt Dogmatismus und auf Vernunft statt Gewalt. Nicht umsonst ist das heutige „Erasmus-Programm“ der EU nach ihm benannt – es verkörpert seinen Geist von Mobilität und Bildung.
„Der Mensch wird nicht als Mensch geboren, sondern als solcher erzogen.“
Erasmus von Rotterdam (1466-1537)


