Zitat von Johnny Cash über „Vertrauen, Liebe und Echtheit“
«Vertrauen bringt dich um, Liebe tut dir weh und wenn du echt bist, wirst du gehasst.“
Johnny Cash (1932-2003)
US-amerikanischer Country-Musiker, -Sänger und Songschreiber
https://de.wikipedia.org/wiki/Johnny_Cash
Er ist bekannt für seine markante Bassbariton-Stimme und den sogenannten „Boom-Chicka-Boom“-Sound seiner Begleitband Tennessee Three sowie seine kritischen und unkonventionellen Texte. Sein musikalisches Spektrum reicht von den 1950er Jahren mit Country, Gospel, Rockabilly, Blues, Folk und Pop bis hin zum Alternative Country Anfang des 21. Jahrhunderts.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Johnny_Cash
5 Spannende Fakten über den „Man in Black“
- Der Name war eine Erfindung: Als er zur Air Force ging, akzeptierte man keine Initialen als Vornamen. Er wurde als J. R. Cash geboren, nannte sich für die Armee John R. Cash und erst später wurde daraus Johnny.
- Ein brennendes Erbe: Cash verursachte 1965 versehentlich einen Waldbrand im Los Padres National Forest, als sein Truck überhitzte. Er vernichtete hunderte Hektar Land und tötete fast die gesamte dortige Population bedrohter Kondore. Sein Kommentar: „Ich war’s nicht, mein Laster war’s.“
- Keine echte Haft: Obwohl er das Image des Outlaws perfektionierte und legendäre Konzerte in Gefängnissen (Folsom, San Quentin) gab, saß er nie eine echte Haftstrafe ab. Er verbrachte lediglich ein paar Nächte im Arrest wegen kleinerer Delikte wie dem Pflücken von Blumen auf fremdem Eigentum oder Drogenbesitz.
- Der „Falke“ im Kalten Krieg: Während seiner Zeit beim Militär in Deutschland war Cash Funker. Er war angeblich der erste Amerikaner, der die Nachricht vom Tod Josef Stalins abfing und verschlüsselte.
- Ein Narbengesicht mit Geschichte: Die markante Narbe an seiner rechten Kieferseite stammte nicht aus einer Schlägerei, sondern von einer verpfuschten Operation zur Entfernung einer Zyste in seiner Zeit bei der Air Force.
„Success is having to worry about every damn thing in the world, except money.“
Johnny Cash
(Erfolg bedeutet, sich um jedes verdammte Ding auf der Welt Sorgen machen zu müssen, außer um Geld.)
Der unwahrscheinliche Retter: Rick Rubin
Der Mann, der Cashs Karriere rettete, war Rick Rubin – ein Produzent, der bis dahin vor allem für Hip-Hop (Beastie Boys) und Heavy Metal (Slayer) bekannt war.
- Die Vision: Rubin wollte keine Nashville-Produktion mit Glitzer und Streichern. Er setzte Cash einfach mit seiner Gitarre in sein Wohnzimmer und ließ ihn singen.
- Das Ergebnis: Der rohe, ehrliche Sound rückte Cashs alternde, brüchige Stimme ins Zentrum. Das war 1994 der Startschuss für eine Serie von insgesamt sechs Alben.
Genre-Grenzen sprengen: Von Metal zu Country
Was die American Recordings so besonders machte, war die Songauswahl. Cash coverte Künstler, die man niemals mit Country in Verbindung gebracht hätte:
- „Personal Jesus“ (Depeche Mode): Er verwandelte den Synthie-Pop-Hit in einen akustischen Blues-Song, der klang, als wäre er schon 100 Jahre alt.
- „Rusty Cage“ (Soundgarden): Ein harter Grunge-Song, den Cash in einen treibenden Country-Rhythmus übersetzte.
- „Hurt“ (Nine Inch Nails): Sein Meisterstück. Die Zeile „I wear this crown of thorns“ (Ich trage diese Dornenkrone) wirkte bei dem schwerkranken, 70-jährigen Cash so authentisch, dass das Original dagegen fast verblasste.
Die „Generation MTV“
Durch diese Cover wurde Cash plötzlich zum coolsten Opa der Welt.
- Er trat beim legendären Glastonbury-Festival auf.
- Seine Musikvideos liefen plötzlich auf MTV zwischen Rap und Rock.
- Er erreichte junge Menschen, die mit Country eigentlich gar nichts am Hut hatten, weil sie in seiner Stimme eine universelle Wahrheit und Schmerz spürten.
FunFact: Als Johnny Cash für American Recordings den Grammy gewann, bedankte er sich ironisch in einer Anzeige im Billboard Magazine mit einem Foto, auf dem er der Musikindustrie von Nashville den Mittelfinger zeigt – als Antwort darauf, dass sie ihn Jahre zuvor abgeschrieben hatten.


