Buchkritik: Das Labyrinth der träumenden Bücher

daslabyrinthdertraeumenDas soll jetzt keine Buchkritik im üblichen Sinne werden, aber ich möchte hier versuchen, meinen Eindruck von Walter Moers „Das Labyrinth der träumenden Bücher“ zusammen zufassen und wiederzugeben.

Seit ich vor ca. einem Jahr von einem Bekannten die „13 1/2 Leben des Kapt’n Blaubär“ erhalten habe, bin ich ein Zarmonien-Fan geworden.

  • Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär: Roman, erstmals in Farbe [Gebundene Ausgabe]
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  • Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär: Neuinszenierung mit Zamonischem Sounddesign [Audiobook] [Audio CD]
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Gleich nach dem Blaubär-Roman habe ich „Die Stadt der träumenden Bücher“ zu mir genommen und war erstaunt, wie man so einen kompletten Kontinent im Geiste erschaffen kann. Bereits bei der Blaubär-Stroy war es sehr unterhaltsam dessen 13 Abenteuer bei seiner Reise durch Zarmonien mitzuerleben.

  • Die Stadt der Träumenden Bücher: Ein Roman aus Zamonien von Hildgunst von Mythenmetz [Gebundene Ausgabe]
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  • Die Stadt der träumenden Bücher: Ungekürzte Lesung von Dirk Bach [Audiobook] [Audio CD]
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Da ich ziemlich gespannt war, wie es mit Hildegunst von Mythenmetz weitergeht, habe ich mit dann auch gleich „Das Labyrinth der träumenden Bücher“ besorgt und in der ungekürzten Fassung angehört.
Durch den viel zu frühen Tod von Dirk Bach, der die beiden vorangegangenen Bücher gelesen hatte, trat nun Andreas Fröhlich an seine Stelle und macht seine Sache als „Vortragender“ gut. Aber mir war die Stimme von Dirk Bach zu sehr vertraut und angenehm, als dass ich die von Andreas Fröhlich so richtig gut finden konnte.

Aber nun zur eigentlichen Geschichte des zweiten Buchs über Hildegunst von Mythenmetz. Ich möchte diese Buch nicht verreißen oder schlecht machen, aber mir war es etwas zu langatmig. Ich hatte so den Eindruck, dass sich Walter Moers in Details verzettelt hat und auf den rund 430 Seiten, welches das Taschenbuch hat, nur relativ wenig Geschichte untergebracht hat.
Waren es in den anderen Büchern eben diese Details, die mich fasziniert hatten, so hat er es in diesem Buch etwas übertrieben. Für meinen Geschmack zu sehr auf Einzelheiten eingegangen und dafür (leider) die zugrundeliegende Geschichte etwas vernachlässigt. Es ist kein schlechtes Buch und wer (wie ich) an Zarmonien interessiert ist, erfährt so allerhand Neues, aber eben im Detailbereich.
Mir ist es beim Anhören des Geschichte so ergangen, dass ich immer auf die „Wendung“ der Geschichte gewartet und gehofft hatte. Irgendwann müsse es soweit sein, dass sich die Story zum richtig Spannenden dreht und mitreissend wird. Doch diese Wendung blieb bislang leider aus.

Scheinbar geht es nicht nur mir so, denn die Rezessionen z.B. auf Amazon.de sagen etwas ähnliches. Oder, noch banaler gesagt, die Sterne Bewertungen sprechen eine ähnlich deutliche Sprache. Geht man davon aus, dass diese zweite Mythenmetz-Geschichte von Lesern konsumiert wurden, die auch das erste „Träumende Bücher“-Buch gelesen haben, dann ist es schon erstaunlich, dass diese nur 2-3 (von 5) Sternen vergeben haben.

Und das „Labyrinth der träumenden Bücher“ ist keine abgeschlossene Geschichte. Sie endet im „Unsichtbaren Theater“, just an einem Punkt, an dem die Erzählung diese lang ersehnte Wendung vollbringen könnte. Dies ist auch meine Hoffnung für den dritten Teil dieser Erzählungen. Ich hoffe, dass dann im folgenden den Buch, welches dann den Titel „Das Schloss der Träumenden Bücher“ tragen wird, der Erzähler wieder zu seiner gewohnten und lieb gewonnenen Art zurückfindet und dort ein fulminantes Ende findet.

Derzeit ist das dritte Buch noch nicht im Handel und soll im Oktober 2014 auf den Markt kommen. Vorbestellen kann man es aber z.B. bei Amazon.de schon. Somit heisst es noch ein halbes Jahr aushalten und gespannt sein, wie die Geschichte weiter geht.
Denn vielleicht fängt hier die Geschichte erst an?

Markus Ostermeier
Markus Ostermeier
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