Shapeoko: mein erstes Fräs-Projekt mit MDF

Ich hatte schon seid längerem ein Fräsprojekt im Hinterkopf, welches ich gerne als Geschenk anfertigen wollte. Bislang hatte ich aber entweder keine Zeit, oder keinen richtigen Grund dafür. Beides war nun gestern gegeben und so krempelte ich die Ärmel hoch und hab mich dran gemacht.

Ich Grunde ist es ein selbst gestaltetes, rundes Schild, welches ich einem Bekannten als Geschenk zukommen lassen möchte. Und als ich neulich in der Restekiste des Baumarkts ein Stück MDF (ca. 40 x 40 cm) sah, habe ich dieses kurzerhand mitgenommen (Kostenpunkt 1 EUR) und hatte damals schon den Gedanken, das dieses sich für besagtes Schild anbieten würde.

MDF-Platte zwei Mal mit Lack eingelassen, verfestigt die Oberfläche und ergibt „scharfe“ Fräskanten.

Inventables EASEL berechnete bei Sperrholz als Material ca. 2,75 Stunden Fräszeit für dieses Schild (bei einem 1,5 mm Fräser) und das war auch so ein Punkt, der mich bislang dieses Projekt noch verschieben ließ. Als ich gestern aber dann im EASEL das Material umgestellt habe – da ich mich noch erinnerte, dass es auch MDF speziell in der Materialliste gab – war ich dann doch sehr erstaunt, dass die benötigte Zeit auch ca. 1,25 Stunden sank. Das ist weniger als die Hälfte!
Als ich mit dann die Einstellungen für MDF etwas näher anschaute, fand ich sehr schnell heraus, dass sowohl die Vorschubgeschwindigkeit, als als auch die „Schrittweite“ der Tief sich deutlich erhöht hatte, was bei dem „weichen Material“ für sehr zügigen Fortschritt sorgt.

Als Vorbereitung habe ich die MDF Platte auf einer Seite zwei Mal mit Acryl-Lack (auf Wasserbasis) eingelassen, damit so die Oberfläche „stabiler“ wird und vielleicht nicht so ausfranst. Und bereits nach den ersten paar Minuten des Fräsens konnte ich feststellen, dass die Fräskanten sehr sauber und „scharf“ waren.

Nachdem der Fräsvorgang vollendet war, konnte ich sehr zufrieden feststellen, dass das Ergebnis wirklich toll war. Für meinen ersten Versuch mit MDF war ich mehr als zufrieden und habe mir vorgenommen, dieses Material öfter einzusetzen. Ich muss mich in der Zukunft vielleicht noch etwas spielen, was man mit evtl. Lackierungen alles machten kann und wieder dann zum Weiterverarbeiten (Schleifen usw.) geeignet ist.

Info: der äußere Ring ist ca. 6 mm tief gefräst und in meiner Theorie möchte ich an dieser Kante den Kreis auf der Oberfräse mittels eines Bündigfräsers ausarbeiten.

Nachtrag vom 19. Juli 2019:
Einige Tage später habe ich nun das MDF Holzschild fertig gemacht. Zuerst habe ich das meiste übrige Material mit der Kreissäge entfernt und als die Platte dann eine handlichere Größe hatte, habe ich in der äusseren (6 mm tiefen) Nut mit der Bandsäge die Kontur schon ziemlich genau ausgesägt. Man könnte sagen „Am äusseren Rand dieser Nut.“.
Anschliessend hab ich die dann noch vorhandenen Überstände mit einem Bündigfräser auf der Tischfräse entfernt. Hier habe ich noch zum Abschluss auch noch eine Fase auf der Rück- und Vorderseite angebracht.
Schussendlich habe ich die Kanten und Ränder noch zwei Mal mit oben erwähnten Lack eingelassen, damit diese dann auch wieder farblich zum restlichen Schild passen.

Shapeoko 2: Z-Achsen Problem gelöst :-)

Ich habe hier schon des öfteren über ein Z-Achsen-Problem geschrieben, welches mich eigentlich seid Anbeginn verfolgt.
Und zwar hatte ich das Problem, dass zum Beispiel 4 mm Tiefeneinstellung in der Easel-Software nicht auch 4 mm bei der Shapeoko waren. Wenn ich nachgemessen habe, wann wurde nur ca. 2,7 mm tief gefräst.

Ich habe hier schon in verschiedenen Posts über dieses Problem geschrieben und auch so eine Art „Workaround“ gefunden. Dabei habe ich auf dem GRBL Board den Wert $102 „verdoppelt“. Was zwar die Situation verbesserte aber das Problem nicht zu Gänze löste.

Nun bin ich wieder über einen alten Support-Post (15. März 2017) gestolpert, den ich damals als „Newbie“ nicht 100%ig verstand und somit zu der Zeit auch nicht umsetzen konnte.
Nun, ca. 2 Jahre später, kenne ich mich mit der Fräse deutlich besser aus und dieser Support-Post machte jetzt bei nochmaligem Lesen rundum Sinn und hat mein Problem mit der Z-Achse gelöst.

Der endscheidende Hinweise war die Wert-Angabe für den $102 Parameter des GRBL Board. Dort stand nämlich, dass man diesen auf 320 setzen soll. Bislang war es bei mir immer so, dass ich den default Wert (188) circa verdoppelt habe (370) und damit schon eine deutliche Verbesserung erzielen konnte.
Leider hatte ich bis jetzt nie die Zeit und die Muse, dass ich rum probiert hätte, welcher Wert dort noch genauer passen würde. Nun aber las ich den alten Post, dass man die 320 eintragen solle und somit die Fräse eine korrekte Tiefeneinstellung habe.

Und in der Tat hab ich dies gestern dann vorgenommen und was soll ich sagen? Die Fräse fräst nun auch die Tiefe sehr, sehr genau.

Ich möchte mich nun an dieser Stelle nochmals bei Ronald von myhobby-cnc.de bedanken, der meine Probleme eigentlich schon vor zwei Jahren gelöst hat, ich ihm damals nur nicht folgend konnte.

Mir stellt sich jetzt nur noch die Frage wie und warum das GRBL-Board diesen Wert hin und wieder vergisst? Alle anderen Werte bleiben konstant erhalten, nur eben diesen $102er Wert, der für die Schritte der Z-Achse zuständig ist, fällt immer wieder auf seinen Standard-Wert (188) zurück.

Shapeoko: Fräse mit größerem Fräser betrieben

Nun hab ich doch schon mehr als zwei Jahre meine Shapeoko 2 und mach damit nicht gerade wenig. Doch bislang hatte ich immer die „kleinen Fräser“ (0,5-3,0 mm), die noch in das kleine Spannfutter (3,175 mm = 1/8″) passten.
Damit bin ich bislang sehr gut zurecht gekommen und der 1,5mm Fräser war eigentlich mein Hauptwerkzeug.

Nun hatte ich aber ein Projekt, oder es war eigentlich mehr eine Anfrage von einem interessieren Nutzer, der Hartholz (Buche) in etwas größerer Dicke mit der CNC Fräse bearbeiten wollte. Die kleine Fräser haben den Nachteil, dass die Schneider nicht lang genug ist, um dickes Material gut zu bearbeiten.
(Ich hab mal mit einem 1,5 mm Fräser 8 mm dickes Sperrholz (durch) gefräst und das war schon die Obergrenze. )

Der Fräsvorgang verlief sehr unspektakulär, man sollte bei dieser Fräsergröße aber schon mit einer Absaugung arbeiten, da doch recht viel Material entfernt wird.

Nun hatte ich noch ein 18 mm dickes Buchen-Leimholzbrett in der Werkstatt und dachte mir, dass wäre doch gleich mal der ultimative Test. Nun hab ich mich noch daran erinnert, dass neben dem 3,175 mm Spannfutter ich damals die Kress-Spindel im Set gekauft hatte und da war noch ein 6 mm und ein 8 mm Spannfutter mit dabei.
Die 8 mm Variante war mir dann doch gleich etwas zu „wuchtig“ und ich habe mit dafür entschlossen, erstmal die 6 mm-Fräser zu testen.

Es stellte sich (wieder einmal) heraus, dass meine Z-Achse irgendwelche falschen Werte hat (darüber hab ich hier schon öfter mal geschrieben) und so musste ich damit ich 18 mm tief fräsen konnte in der Easel-App 32 mm als Materialstärke einstellen.
Aber das möchte ich mir bei nächster Gelegenheit nochmal in Ruhe anschauen und ich werde dann darüber hier wieder berichten.

Mit vier Haltepunkten habe ich das Werkstück fixiert und konnte es so nach dem Fräsen problemlos aus dem Brett heraus lösen.

Das Werkstück war von der Form her sehr einfach gehalten und so hatte ich im Easel eine Fräszeit von ca. 26 Minuten als Vorhersage. Das war mir dann doch etwas lange und so habe ich die Schritttiefe von dem Standardwert 0,7 mm auf 1,4 mm verdoppelt und somit die Fräszeit halbiert.
Ausgrund des sehr robusten Fräsers kam ich nämlich zu dem Entschluss, dass dieser diese Tiefenschritte durchaus aushalten müsste. Denn wenn ich damit mit einer handgeführten Oberfräse arbeite, dann nehme ich dort auch gleich mehr Material weg.
Um es vorweg zu nehmen, diese Tiefen-Einstellungen haben wir recht gut gefallen und ich könnte mir vielleicht sogar vorstellen, dass man diese bei Bedarf auch noch erhöhen könnte – vielleicht so auf 2 mm.

Das Ergebnis läßt sich durchaus sehen und ich bin sehr damit zufrieden.

Was ich mit dem Test eigentlich sehen sollte, ist wie gut man mit dickem und hartem Material wie Buchenholz und einem größerem Fräser-Durchmesser bei der Shapeoko zurecht kommt.
Alles in Allem bin ich recht begeistert, das es keine Probleme gab und die Qualität echt gut ist. Ich hatte etwas Bedenken, dass vielleicht gerade die Stirnholz-Seiten evtl. Brandspuren aufweisen könnten, doch dem war nicht so.

Ich werde mich mit diesem Theme bei Gelegenheit wieder weiter beschäftigen und meine Erkenntnisse hier wieder berichten. 😉

Shapeoko 2: Fotos vom Januar 2019

Ich habe meine Shapeoko 2 Fräse nun ziemlich genau 2 Jahre und in dieser Zeit habe ich ein paar Modifikationen daran vorgenommen. Ich hab mal am vergangenen Samstag ein paar Fotos gemacht, damit man vielleicht ein wenig nachvollziehen kann, was ich alles umgebaut habe. Und ausserdem kann ich selber die Fotos ganz gut gebrauchen, da ich immer wieder was erklären soll und da tut man sich mit einem passenden Foto einfach leichter. 😉

Shapeoko: Artikel-Sammlung zum Kress Fräsmotor

Bei einer eigenen Recherche bin ich drüber gestolpert, dass ich schon einige Artikel zum Thema „Neue Frässpindel“ für meine Shapeoko-Fräse verfasst habe. Mir ist die Idee gekommen, dass es für jemanden, der sich mit einer Shapeoko und einem passenden Fräsemotor dafür beschäftigt, recht hilfreichen sein könnte, wenn diese „an einer Stelle“ zusammen gefasst und zu finden wäre.

Diese probiere ich jetzt mal mit folgender Artikel-Liste:

Shapeoko: Fräsmotor automatisch ein- und ausschalten

Nun habe ich meine Shapeoko-Fräse schon fast 2 Jahre und es gibt immer wieder Punkte an denen man „rumoptimieren“ kann. Je mehr und besser man sich mit der Fräse auskennt, desto umfangreichen (und somit länger) werden dann unter Umständen auch die Fräsjobs.
So hat es mich in der letzten Zeit doch immer wieder gestört, dass die Kress Spindel einfach weiterläuft, auch wenn der eigentlich Fräsjob bereits schon festig und erledigt ist. Ich hab deswegen mal mit einem Bekannten gesprochen und er meinte er könnte mir da was basteln, da das GRBL-Controller-Board ja einen extra Anschluss hat (12 oder 24 Volt), der eigentlich dafür vorgesehen ist, dass man dort eine Spindel mit der entsprechenden Spannung anschliesst. Diese würde dann über die Software und das Board angesteuert.

Nun ist es bei mir so, dass ich ja mit der kleinen Spindel angefangen habe, die beim Bausatz mit dabei war. Die geht aber eher in die Richtung von einem schwachbrüstigen Dremel und war mir recht schnell zu schwach und auch nicht robust genug. Daher die Anschaffung des KRESS Fräsmotors. Da dieser mit 230 VOlt läuft und 800 Watt hat, kann dieser nicht mehr (direkt) über das BRGL-Board gesteuert werden.
Mein Bekannter nutzt aber nun die Spannung, die vom Board kommt, und steuert damit eine „schaltbare Steckdose“, an der wiederum die Kress-Spindel angesteckt ist.

Ich musste dann nur noch alles „verkabeln“ und in der EASEL Software (im Maschinen-Setup) umstellen, dass diese meint ich hätte eine 12/24Volt Spindel „direkt“ angeschlossen.

Nachfolgend noch ein paar Fotos, auf denen ihr sehen könnt, wie das nun bei mir aussieht:

Anschluss (des grauen Kabels) am GRBL-Board mittels zwei Adern.

Hier sieht man so grob, wie ich das „graue Kabel“ an der Maschine verlegt habe und zum Ende hin nimmt es den gleichen Weg, wie die 230Volt-Leitung des Fräsmotors.
Das „graue Kabel“ (Steuerleitung) endet dann in einer schaltbaren 230Volt-Steckdose von Brennenstuhl und dort wieder der Kress Fräsmotor angesteckt.

In der Inventable´s Easel App ändert sich dann, nach der Umstellung des Fräsmotors, der Vorgang eines Fräsjobs ein klein wenig und man muss einmal mehr bestätigen, dass die Fräse läuft. Aber dafür wird der Fräsmotor jetzt automatisch ein- und auch wieder ausgeschaltet.

Bei meinen ersten Tests hat das wunderbar funktioniert und es ist recht angenehm, dass ich erst wieder in die Werkstatt gehe, wenn das Motorengeräusch des Fräsmotors verstummt ist. Dann weiß ich, dass der Fräsjob abgeschlossen ist. 😉

Shapeoko: Easel Box Generator getestet

Von einem Bekannten wurde ich gefragt, ob ich ihm nicht aus Speerholz kleine (Sperr)Holz „Boxen“ bauen könnte, damit er dort seine „Bierdeckel“ aufbewahren könnte. Nachdem er davon dann ca. 15 Stück bräuchte, dachte ich mir, es wäre doch ganz praktisch, wenn ich diese mit meiner Shapeoko Fräse machen könnte. Und dabei ist mir dann wieder eingefallen, dass es in Inventable´s Easel sogenannte „Apps“ gibt und eine davon ist der „Box Generator“.

Um ehrlich zu sein, wollt ich mit mit den Boxen nicht viel Arbeit machen und mein Plan wäre, dass ich der Fräse sie Bauteile machen lasse und ich sie nur noch zusammen leimen und schleifen muss. Soweit der Plan.

Fürs Protokoll möchte ich die eingestellten Werte noch schnell festhalten:

  • Breite (Width) 106 mm
  • Höhe (Height) 50 mm
  • Tiefe (Detph) 85 mm
  • kein Top, also keinen Deckel – brauch ich ja nicht.
  • Und auch den Haken bei „Dogbones“ entfernt.
So wäre jetzt mal meine „Planung“ im Easel und ich würde für eine Box ein ca. 22 x 22 cm großes 4 mm Buchen-Sperrholz benötigen, was vom Materialbedarf mehr als überschaubar wäre. 😉
(Das ist so die Vorlage, wie sie aus dem Box-Generator rauskommt. Ich hab dort nur noch den Schriftzug hinzugefügt.)
Ach ja: Die Haltepunkte für die einzelnen Teile hab ich an „aussenliegende“ Positionen verschoben, damit ich diese leichter durchschneiden und später bündig schleifen kann.

Ich hab dann mal einen Test gemacht und dafür 4mm Pappel-Sperrholz verwendet, weil ich dieses noch „rumliegen“ hatte. In der „Endausbaustufe“ möchte dafür schöneres und stabileres Buchen-Sperrholz verwenden. Aber dies nur als Anmerkung.

Beim Fräsen mit einem 1,5mm DownCut-Fräser ergibt gute Ergebnisse. Bei den Werten, die ich aktuell im Easel für Sperrholz drin habe, dauert der Fräsvorgang ca. 30 Minuten.
(Ich glaube, ich könnte bei Pappel-Sperrholz die Vorschubgeschwindigkeit durchaus noch erhöhen und die Tiefeneinstellung pro Schicht ruhig von 0,7 mm auf 1 mm hoch setzen.)
Irgendwas hat mit der Tiefeneinstellung nicht genau gepasst und beim Fräsen blieb mir „unten“ etwas stehen. Das konnte mich aber mit einem Exzenter-Schleifer kurzerhand abtragen.

Wie ihr auf dem obigen Bild vielleicht erkannt habt, habe ich meine Easel-Vorlage noch etwas erweitert und hab mit Hilfe einer Ellipse die beiden Oberseiten der „langen Teile“ noch schnell mit einer Rundung versehen, da ich denke, dass besser aussieht.

Ok, ich geb es zu: Beim nächsten Mal Verleimen muss ich mich etwas mehr bemühen, aber ich hatte schon etwas „Zeitnot“. Und da es sich jetzt erstmal nur um ein Muster handelt, wollte ich schauen, wie es überhaupt zusammen passt.

Jetzt muss ich etwas warten, weil zum einen die Box trocknen muss und zum anderen habe ich leider in den kommenden Tagen keine Zeit, dass ich damit weiter mache. Aber ich berichte dann weiter.

Nachtrag:
Hier nun noch ein paar Fotos von der fertigen Box:

Für meinen ersten Test ist die Box ganz ok geworden, aber so richtig zufrieden bin ich damit auch nicht. Da ist aber zu einem gewissen Teil auch das „lapprige“ Sperrholz daran schuld und vielleicht hätte ich mir beim Fräsen mehr Mühe gehen sollten?!!?

Ich hab mir dann gedacht, ich mach mal noch einen Versuch mit Buchen-Sperrholz, dass ist deutlich stabiler und läßt sich daher auch besser verarbeiten. Ausserdem habe ich mal versucht, dass ich diese Box ohne die Zinken mache und sie nur stumpf verleime. Das hat eigentlich auch ganz funktioniert, aber ich möchte nun schauen, da ich beim ersten Test 6mm starkes Sperrholz verwendet habe, ob das auch mit nur 4mm Stärke noch klappt.

Shapeoko: Video Vergleich von verschiedenen Fräsertypen

In diesem Video sehr ihr einen Vergleich von verschiedenen Fräsertypen und welche Ergebnisse sie bei Multiplex erzielen. Verglichen werden:

  1. Straight Cut Fräser
  2. UpCut Fräser
  3. DownCut Fräser
  4. Up/Down Cut Fräser

Letzterer ist mir persönlich komplett unbekannt. Ich bin bei Holz mittlerweile bei DownCut Fräsern gelandet, weil die Fräskante hier deutlich sauberer ist.
StraightCut verwende ich derzeit nur, wenn ich Kunststoff fräse.

Schaumstoff / Schwammpinsel ausprobiert

Da ich immer wieder Sachen bei mir in der Werkstatt lackierte und aber keine Spühpistole oder -dose verwenden kann und möchte, mache ich eigentlich alles mit Pinsel.
Gerade bei den Potch-Sachen (Fotos auf Holz übertragen) habe ich doch einen gewissen Pinsel-Verschleiss, weil nach dem Aufbringen der Potch-Flüssigkeit und Lackieren die Pinsel meist nicht mehr so zu reinigen sind, dass ich sie ein weiteres Mal verwenden kann/möchte. Darum habe ich mal einige günstige Pinsel-Sets zugelegt, die ich für dieses Arbeiten bislang verwendet habe. Allerdings haben diese billigen Pinsel den großen Nachteil, dass sie gerne mal einzelne Borsten verlieren und die dann im noch flüssigen Lack landen. Von dort habe ich sie bislang (mehr oder weniger) erfolgreich wieder „rausgefischt“, aber nervig war die ganze Sache dann doch irgendwie.

Quelle: Amazon.de Produktbild

Ich hab jetzt mitbekommen, dass es auch sogenannte Schaumstoff-Pinsel aka Schwammpinsel gibt, die mir für diese Art von Arbeiten sehr praktikabel erscheinen. Ich hab mir zu Testzwecken mal welche bei Amazon bestellt und möchte euch dazu meine Erfahrungen hier mitteilen.

Trillycoler 20ST 1″ Schaum Schwammpinsel Pinsel Holzgriff Malerei Zeichnung Craft Werkzeug ***

Quelle: Amazon.de Produktbild

Für meinen ersten Test mit den Schaumstoffpinsel habe ich mir ein relativ günstiges Angebot rausgesucht. Und vor ein paar Tagen habe ich dann wieder einmal zwei Holzbilder gemacht und zum Lackieren dieser Bilder habe ich dann die neuen „Pinsel“ verwenden.
Also man merkt schon, dass das Set mit 20 Pinsel nur etwa 6,00 EUR gekostet hat. Die Pinsel wirken billig und extrem leicht. Hey, aber was solls, ist ja eh nur ein Test.
Am Anfang war es etwas ungewohnt für mich, dass der Schaumstoff gleich beim ersten Mal eintunken in den Lack (auf Wasserbasis) sich so vollsaugt – aber man kann ja was einem zu viel vorkommt wieder abstreichen. Der Lackauftrag aufs Holz geht dann wirklich gut von der Hand und der Pinsel macht eine sehr schön gleichmässige Oberfläche. Das hat mir wirklich gleich sehr gut gefallen – mit dem Bonus, dass ich mit keine Gedanken über ausgefallene, störende Pinselborsten machen musste. 

Also ich für meine Teil muss sagen, dass mit die Schaumstoffpinsel sehr gut zusagen, wobei ich mir vielleicht noch ein weiteres Set anschaffen sollte, in dem auch breitere Varianten dabei sind. Aber wenn man bedenkt, dass in meinem getesteten Set ein „Pinsel“ ca. 30 Cent kostet, so braucht man sich keine großen Gedanken machen, wenn das mit der Reinigung nicht so gut klappt. Also ich für meinen Teil werde in der nächsten Zukunft diese Pinsel bei allen anfallenden Lackierarbeiten bei mir verwenden.

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Shapeoko: Bauteile für 3D Drucker gefräst

Ein Bekannter von mir hat sich einen 3D Drucker zugelegt und ist gerade dabei, dass er diesen optimiert bzw. vergrößert. Dazu benötigte er aber zwei Bauteile, die ich ihm mit meiner Fräse machen sollte.
Die beiden Bauteile sind nicht furchtbar groß (ca. 25 x 25cm und 37 x 26cm) und sind damit optimal passend für meine Shapeoko. Die Pläne dafür fand mein Bekannter im Internet und hat mir diese DFX-Datei geschickt, die ich dann in SVG umgewandelt habe.
Als Material habe ich 5 bzw. 8mm dickes Buchen-Sperrholz verwendet, weil diese eines der stabilsten Varianten im Sperrholz-Bereich ist. Als Fräse habe ich einen 3 mm DownCut-Fräser verwendet.

Das Buchen-Sperrholz war zum fräsen unkritisch, ist aber doch deutlich stabiler als normales „Bastel-Sperrholz“. Und bei der Größe der Platten, dich brauchte, absolut bezahlbar.
Die Sperrholzplatten habe ich dann im Baumarkt etwas größer her schneiden lassen als die fertigen Bauteile. Dennoch wären sie etwas größer praktischer gewesen, weil ich dann mehr Platz zum Festspannen gehabt hätte. So konnte ich nur die Platten an den vier Ecken mit kleinen Nägeln an meiner Opferplatte befestigen. Hat aber auch gut funktioniert. 
Das ist der größere der beiden Bauteile für den 3D Drucker. Auch die Bohrungen habe ich gleich mit dem 3mm-Fräser gemacht. Es waren 4 und 5 mm Bohrungen zu machen – und das hat wirklich wunderprächtig funktioniert.  
So sehen die fertigen Bauteile dann aus und es hat sich wieder einmal gezeigt, dass die DownCut-Fräser ein viel besseres „Kanten-Ergebnis“ liefern.

Bierzeltgarnitur selber lackieren (fast wie das Original!)

Neulich hatte ich den Fall, dass zwei relativ neue Bierzeltgarnitur-Tische der Länge nach gebrochen waren. Warum dem so war, möchte ich hier nicht näher beschreiben, dass könnte den Beteiligten unter Umständen peinlich sein. 😉

Da die Garnituren / Tische noch sehr neu waren, wollte ich diese nicht einfach entsorgen, sondern hab versucht diese wieder zu reparieren. Im Grunde habe ich die gebrochenen / gespaltenen Teile wieder zusammen geleimt und für mehr Stabilität an der Unterseite Flacheisenleisten (100 mm x 3 mm) verschraubt. Das klappte bei einem der beiden Tische ganz wunderbar und nach dem Verleimen und Verschrauben war die Bruchstelle fast nicht mehr zu erkennen.

Der zweite Tisch machte mir aber dann Probleme und die Bruchstelle wollte sich partout nicht mehr bündig verleimen lassen – trotz den Flacheisen! Irgendwann habe ich dann aufgegeben (der wasserfeste Holzleim hat auch schon angefangen abzubinden) und ich habe die Tischplatte so zusammen gezwingt und dann dann eine ca. 3 mm hohe Stufe (Versatz) an der Bruchstelle.
Nach der Trocknungszeit des Leims habe ich die Zwingen entfernt und die Stabilität war durchaus vorhanden. Nur hatte ich diese unschöne Stufe in der Tischplatte. Dies wollte ich nicht so lassen und habe mich dazu entschlossen, diesen Versatz bündig zu schleifen.

Dies klappte auch ganz wunderbar, doch nun hatte ich einen sehr hellen Bereich in der Tischplatte, der mir auch nicht gefiel und somit habe ich mich entschieden, die komplette Tischplatte zu schleifen und so bis zum Holz zukommen. Leider habe ich von der komplett geschliffenen Platte kein Foto gemacht, aber das Ergebnis war eine sauber geschliffenen, jedoch sehr helle Platte.

Nun machte ich mich auf die Suche nach der passenden Oberflächenbehandlung. Mein erste Plan war, dass ich beim Hersteller der Bierzeltgarnitur mir einfach einen Liter seiner Farbe bestellte und den Tisch damit einlasse / lackiere. Doch ich musste zu meinem Bedauern rasch feststellen, dass so alle Herstelle, die ich angesurft habe, die Farbe nicht zum Bestellen anbieten.

Also muss ich mich selber auf die Suche machen, was man denn da verwenden könnte. Ein oranger Farblack schied aus, da mit diesem die Holzmaserung überdeckt und somit nicht mehr sichtbar wäre. 
Also kam mir die Idee, dass eine farbige Lasur die bessere Wahl wäre.
In Baumarkt meines Vertrauens (Hagebaumarkt in Kelheim), habe ich dann dort mit dem „Farbexperten“ gesprochen und er meinte, dass es diesen Orange-Farbton bei Lasuren nicht gäbe, sondern nur bei Lacke. Aber nachdem er etwas in seinem Computer / Farbmischprogramm zum gehackt hatte, meinte er schließlich, dass er es nun doch irgendwie hinbekommen habe, dass seine Maschine den Farbton auch bei einer Lasur mische.

Hier möchte ich kurz die Bezeichnung explizit erwähnen:
Basis ist eine Dauerschutzlasur, die dann im Farbton 02.003.03 gemischt wurde.

Damit habe ich den Tisch zweimal mit einem Pinsel gestrichen und das Ergebnis gefiel mir schon sehr, sehr gut.
Leider habe ich auch hier vergessen, diesen Arbeitsschritt mit einem Foto zu dokumentieren – ich Schussel auch!

Nachdem der Tisch (2x) lasiert wurde, habe ich mich dazu entschlossen ihm mit Bootslack zu lackieren, damit dieser auch „wetterfest“ bzw. gegenüber Flüssigkeiten beständiger ist.
Da der von mir verwendete Bootslack etwas zähflüssig war (vielleicht sind ja alle Bootslacke so?!!?? Weiß ich nicht.) hatte dies den netten Nebeneffekt, dass kleinere Unebenheite dadurch geschlossen wurden und die Oberfläche noch glatter wurde.

Nachdem ich den Tisch mit dem Bootslack und einer Schaumstoffrolle lackiert hatte, ließ ich diesen zwei Tage trocknen. Dann habe ich die Oberfläche mit 240er Schleifpapier geschliffen und erneut lackiert.
Bei zweiten Mal Lackieren hatte ich einige Luftbläschen in der Lackschicht und ich hatte schon Bedenken, dass diese mit „Eintrocknen“ würden. Doch nach ca. 1 Stunde waren diese verschwunden und ich hatte eine sehr, sehr schöne Lackoberfläche – die ich dann auch wieder für mindestens 24 Stunden trocknen ließ.

Anschliessend konnte ich das fertige Ergebnis betrachten und war mehr als zufrieden. Die nun fertig lackierte Tischoberfläche sah fast aus wie das Original und war sehr glatt.
Ich habe mal versucht, den fertigen Tisch zu fotografieren und hoffe, dass ihr einigermassen erkennt, was dabei rausgekommen ist. 😉