Deutscher aus Gefängnis in Shingu entlassen

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Deutscher aus Gefängnis in Shingu entlassen

Nils GreskewitzNils Greskewitz
File Photo

Nachdem seine Familie ein Bußgeld bezahlt und die Reparaturkosten der beschädigten Statue beglichen hat, wurde Nils Greskewitz heute aus dem Gefängnis in Shingu (Japan) entlassen. Er packte seine persönlichen Sachen und begab sich zum Flughafen, um nach Hause zurückzukehren.

Nils war als Freiwilliger im Rahmen der Cove Guardian Kampagne der Sea Shepherd Conservation Society in Taiji (Japan). Als über einen längeren Zeitraum keine Delfine getötet wurden, hatte Nils eine Statue am Walfangmuseum, die einen Mann mit einer Harpune darstellt, erklettert und aus Versehen beschädigt. Die lange Harpune wurde verbogen. Wir alle, auch Nils, geben zu, dass das nicht die schlaueste Aktion war und dass diese Tat in keinerlei Zusammenhang mit der Kampagne stand. Die verbogene Harpune war kein Streich, sondern einfach das Resultat einer kurzen Fehleinschätzung. Wer hätte gedacht, dass Nils deswegen 18 Tage ins Gefängnis muss?

Aber natürlich hat die Polizei der Präfektur Wakayama überreagiert. Lasst uns nicht vergessen, dass sie vor nicht mal einem Jahr Erwin Vermeulen für mehr als 60 Tage auf Grund falscher Beschuldigungen festgenommen, angeklagt und eingesperrt haben. Die Polizei (mehr als 30 Mann) nahmen Nils fest und führten ihn ins Gefängnis ab. Direkt danach durchsuchte die Polizei die Autos und Hotelzimmer der anderen Cove Guardians. Kameras, Telefone und Computer wurden beschlagnahmt. Angeblich wollten sie herausfinden, ob die verbogene Harpune ein geplanter Anschlag war. Also bitte, wir haben keine Boote versenkt oder Netze zerschnitten, warum sollten wir eine Statue verbiegen? Sogar der größte Grünschnabel der Truppe würde es als das sehen, was es war – ein Unfall. Nein, die Polizei beschloss, diese Gelegenheit zu nutzen, um unsere Ausrüstung zu beschlagnahmen, in der Hoffnung uns aufzuhalten. Sie wollten die Freiwilligen einschüchtern und abschrecken. Ihr Plan hat nicht funktioniert, aber es zeigt, wie verzweifelt die Polizei ist und dass Taiji ein gefährliches Pflaster für unsere Freiwilligen ist.

Die Bemühungen der Polizei, uns einzuschüchtern und aufzuhalten, sind fehlgeschlagen. Ihr letzter Versuch bestand darin, unsere Ausrüstung zu beschädigen. Sie versprachen, dass wir unser Equipment in ein paar Wochen zurückbekommen würden. Dank der vielen großzügigen Unterstützer der Cove Guardians aus aller Welt konnten wir aber innerhalb von 24 Stunden eine neuere und bessere Ausrüstung beschaffen und die beschlagnahmten Gegenstände ersetzen. In der Tat ist es in solchen Fällen das Beste, das Equipment zu ersetzen, nicht nur weil so die Berichterstattung über gefangene und abgeschlachtete Delfine nicht unterbrochen wird, sondern auch um die Sicherheit unserer Kommunikation zu gewährleisten. Zum Beispiel berichtete die Leiterin der Cove Guardians, Melissa Sehgal, dass ihr Laptop zerlegt und kaputt war, als sie ihn von der Polizei wiederbekam. Er wurde dank Euch bereits ersetzt! Es ist die neue Ausrüstung, welche das Livestreaming aus Taiji ermöglicht. Die Polizei hasst es, dass wir das nun können. Vielleicht passiert durch ihre Überreaktion noch etwas, das uns noch größere Möglichkeiten verschafft.

 

Scott West

Cove Guardian Campaign Coordinator

(Via Sea Shepherd News – Sea Shepherd Deutschland.)

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Markus Ostermeier

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