Ingenieur will in 20 Jahren das Raumschiff Enterprise startklar haben

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Build The Enterprise: Ingenieur will in 20 Jahren das Raumschiff Enterprise startklar haben: „

Auf der Website ‘Build The Enterprise’ finden sich detaillierte Pläne für eine Idee, die auf den ersten Blick nach totalem Nonsense klingt: Das Raumschiff ‘Enterprise’ aus Star Trek in einer funktionierenden Form nachbauen. Zeithorizont: 20 Jahre. Auf dem zweiten Blick ergibt die Idee sogar Sinn.

In Form und Größe entspräche die reale Enterprise dem Vorbild, aber innen wäre viele anders. (Quelle: BuildTheEnterprise.org)Auf dem Höhepunkt des Weltraum-Wettlaufs zwischen den USA und der UdSSR schien alles möglich. Innerhalb kürzester Zeit war nicht nur der erste Satellit im Erdorbit, sondern auch der erste Mensch im Weltraum und schließlich der erste Mensch auf dem Mond. Wäre das Rennen in dieser Geschwindigkeit fortgesetzt worden, hätten wir heute mindestens feste Stationen auf Mond und Mars.

Stattdessen aber ist das Space Shuttle in Rente geschickt. Ein bemannter Flug zum Mars ist in weite Ferne gerückt. Die einst antreibende Nation USA gibt das Geld inzwischen anderweitig aus – allein der Verteidigungsetat hat sich nach den Anschlägen vom 11. September 2001 von rund 370 Milliarden US-Dollar auf derzeit knapp 700 Milliarden US-Dollar erhöht.

Und nun kommt jemand daher, der sich selbst ‘BTE Dan’ nennt, und schlägt vor, das Raumschiff ‘Enterprise’ aus Star Trek zu bauen. Auf seiner Website ‘Build The Enterprise’ zeigt er im Detail auf, die wie das Gefährt in 20 Jahren startklar sein könnte. Dabei dient die bekannte Form aber eher dazu, Aufmerksamkeit zu erregen. Denn im Innern ist das Schiff komplett anders aufgebaut.

Build The Enterprise
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Natürlich hätte diese reale Enterprise beispielsweise keinen Warp-Antrieb. Nach den Plänen auf der Website wäre ein 1,5-GW-Kernreaktor die Energiequelle und ein Ionen-Antrieb würde für den Vortrieb sorgen. Das Schiff wäre damit in drei Tagen beim Mond und in neunzig Tagen beim Mars. Als weitere denkbare und sinnvolle Missionen werden auf der Website aufgeführt: ein Besuch bei der Venus, die Erkundung des Asteroidengürtels und das Aussetzen einer Sonde beim Jupitermond Europa, unter dessen Eiskruste Wissenschaftler einen Ozean vermuten.

Die ‘Untertassensektion’ würde einen Ring beherbergen, der durch seine stete Drehung eine erdähnliche Gravitation erzeugt:

Nach den Plänen von ‘BTE Dan’ wäre diese Enterprise nicht nur ein Raumschiff, sondern zugleich eine Raumstation. Sie könnte Menschen und Material von Planet zu Planet bringen und auf diese Weise Sonden und Erkundungsroboter über das Sonnensystem verteilen.

Gebaut würde die Enterprise komplett im Erdorbit. Und nach den Plänen könnte alle 33 Jahre eine weitere Enterprise gebaut werden – eine pro Generation. Jede neue würde von den technischen Fortschritten seit der letzten profitieren und die älteren Modelle könnten aufgerüstet werden, bis sie letztlich außer Dienst gestellt werden.

Man solle ihm nachweisen, dass sich diese Enterprise nicht bauen ließe, schreibt ‘BTE Dan’ auf der Website selbstbewusst. Und wahrscheinlich ist die technische Machbarkeit auch gar nicht das zentrale Problem. Die Frage ist eher: Sind genügend Staaten auf der Welt motiviert genug, ein solches Projekt zu finanzieren und zu unterstützen? Auf der Website wird vorgerechnet, dass die USA das Projekt sogar leicht selbst finanzieren könnten und es prozentual gesehen weniger kosten würde als das Apollo-Programm.

Eine andere Frage: Ist es wirklich sinnvoll, Größe und Design der Enterprise aus der Serien und den Filmen zu übernehmen? Wäre es nicht sinnvoller, sich an einem anderen, passenderen Design zu versuchen? ‘BTE Dan’ meint, der Aufbau der fiktiven Enterprise habe sich als nützlich und sinnvoll herausgestellt.

Letztlich zeigt diese radikale und verblüffende Idee aber vor allem eines: Mit unseren technischen Möglichkeiten könnten wir heute sehr viel mehr als wir derzeit tun. Die Prioritäten liegen nur woanders. Und wer weiß, ob aus diesen hochfliegenden Plänen von ‘BTE Dan’ am Ende nicht zumindest eine neue Bewegung wird, die ruhenden Weltraumpläne der Menschheit wieder hervorzuholen.

via Nils Hitze auf Google+

(Via neuerdings.com.)

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