Sheffer Fort American blended Whisky

Allgemeines:
Mehr durch Zufall bin ich an den Sheffer Fort Whiskey gekommen und das lag daran, dass ich ihn geschenkt bekommen habe. Erst war ich etwas skeptisch, aber dann überwog doch die Neugier und ich schaute mir den blended Whisky etwas genauer an.
Mit war schon klar, dass es sich über einen Whisky aus dem Supermarkt handelte, aber ich wusste keinen Preis. Als ich ihn jedoch probierte, war ich sehr positiv überrascht und als ich dann nach den Preis googlete war ich erneut verwundert. Eine gewisse Ähnlichkeit zum Jack Daniels ist nicht von der Hand zu weisen.

Genussempfehlung für den Whisky: 
Ich für meinen Teil würde empfehlen, dass dieser Whisky leicht gekühlt oder auf Zimmertemperatur getrunken wird. Es muss wirklich nicht sein, dass man diesen im Kühlschrank lagert und ihn somit recht kalt trinkt. Der Whisky hat einen überraschend milden Geschmack und daher spricht nach meiner Ansicht nichts dagegen, wenn dieser z.B. im Kellerwird und mit dieser Temperatur getrunken wird.

Farbe: 
Mittleres und klares Goldgelb 

Geruch: 
Kräftige Intensität, großartige Komplexität und süßlich und leicht karamellartig. Leicht nach verkohltem (verbrannten) Holz.

Nachklang:
Nicht zu intensiv, aber doch mild und süßlich.

Geschmack: 
Griffige, präsente und elegante Struktur mit einer spürbaren Süße. Nicht rauchig.

Preis:
ca. 7,00 EUR für die 0,7 Liter Flasche, Stand Februar 2017

Persönliche Meinung:
Der Sheffer Fort Whiskey ist ein blended Whisky, dass heisst, er ist aus mehreren Whiskys gemischt. Zudem ist er aus Kentucky (USA) und somit ein waschechter Bourbon (https://de.wikipedia.org/wiki/Bourbon_Whiskey) – also amerikanischer geht es kaum mehr. Mir gefällt dieser Whisky extrem gut, nicht weil er unbedingt der beste oder geschmackvollste Vertreter seiner Art ist, aber das Preis-Leistungs-Verhältnis ist einfach unschlagbar. Ich war bislang der Meinung, dass Whiskys in dieser Preisklasse einfach nur bitter sind und nicht schmecken. Doch der Sheffer Fort beweist hier sehr eindrucksvoll das Gegenteil. Es ist mild und schmeckt fruchtig und ich würde sagen, dass er ein perfekter Einsteiger-Whisky ist, oder einfach der „Whisky für jeden Tag“.

Scheinbar hat es den Whisky (z.B. beim Netto Discount-Markt) bis irgendwie Ende 2016 als „reinen Bourbon“  gegeben. Irgendwann hat denn eine „Umstellung“ statt gefunden und er ist nun nur noch als „blended Whisky“ zu haben. Ich werd mal auf Erkundungs-Tour gehen und schauen, ob ich irgendwo den Bourbon noch auftreibe. Ich bin mir zwar nicht ganz sicher, aber bei „Sheffer Fort“ könnte es ich um eine Eigenmarke von NETTO handeln.

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